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Kommunale Wärmeplanung
Wie kommt die Wärme zu mir?

Es war DAS innenpolitische Thema der ersten Jahreshälfte: Die erste Fassung des „Heizungsgesetzes“, als Entwurfsstatus aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geleakt, sorgte zunächst für eine große Verunsicherung in der Bevölkerung.

Die Medienlandschaft und die Oppositionsparteien haben den unausgereiften Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) dankbar angenommen. Die Umsetzung des fertigen Gesetzes sollte dann noch schnell vor der Sommerpause raus, doch – es wurde beim Verfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde eingelegt. Das Resultat: Fünf von sieben Richterinnen und Richtern stimmten der Beschwerde zu und bestätigten, die Regierung habe den finalen Gesetzesentwurf zu spät eingereicht – wenn man den Umfang und die Komplexität des Gesetzes bedenke.

Muss ich meine treue Gasheizung rausreißen und eine neue, teure Wärmepumpe kaufen? Muss ich Strafen zahlen, wenn ich nicht sofort meine Heizung austausche?

Das gilt ab 2024

Das Gesetz wurde abgeändert und im Bundestag beschlossen. Ab 2024 gilt

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Also, durchatmen! Heizungen in Bestandsgebäuden bleiben erstmal vom Gesetz unberührt.

Anders sieht es aber bei Bauvorhaben aus: Ab 2024 muss jede neue eingebaute Heizung in Neubaugebieten zu mindestens 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden – alternativ ist ein Anschluss an das Fernwärmenetz eine Möglichkeit, den Anforderungen gerecht zu werden. In Großstädten mit über 100.000 Einwohnern, also auch in Pforzheim, wird dies bei einem Heizungswechsel für alle Gebäude Pflicht, der spätestens ab dem 30. Juni 2026 vollzogen wird. In kleineren Städten und Kommunen ab dem Jahr 2028. Frühere Fristen können in Kraft treten, wenn in der jeweiligen Stadt mit fertig gestellter Wärmeplanung ein Gebiet als Nah- oder Fernwärmegebiet bzw. als Gebiet mit Wasserstoffnetz ausgewiesen wird. Doch selbst dann können noch Öl- oder Gasheizungen betrieben und neu eingebaut werden – solange der steigende Anteil an Primärenergie der Heizung aus erneuerbaren Quellen bis zum Jahr 2045 stufenweise auf 100 Prozent steigt. Heißt: Eine top gewartete, neue Gasheizung, die womöglich schon H2-ready ist oder mit Biogas betrieben wird, kann auch im Jahr 2045 genutzt werden, wenn die eingesetzte Energie klimaneutral ist.

Bis dahin können sich alle Eigenheimbesitzer aber auch um eine neue Heizung kümmern. Fernwärme, Solarthermie, Wärmepumpe, Hybridheizungen, Stromdirekt- oder Biomasseheizung – das Angebot ist breit aufgestellt und auf alle individuellen Anforderungen vorbereitet.

Energieberatungszentrum (EBZ) der SWP –
der Name ist Programm

Welcher (Heiz-)Weg für Sie der Richtige ist, das finden wir gerne gemeinsam mit Ihnen heraus. In unserem “EBZ” beraten wir Sie zu allen Themen rund um Energie. Wir analysieren Ihre individuellen Anliegen und Anforderungen und bieten Ihnen die passende Lösung – klimafreundlich, effizient, nachhaltig. Für eine frühzeitige Umrüstung auf klimafreundliches Heizen hält das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine Grundförderung in Höhe von 30 Prozent bereit. Wenn Sie Ihre fossil betriebene Heizung bis zum Jahr 2028 gegen eine klimafreundliche tauschen, erhalten Sie weitere 20 Prozent Geschwindigkeitsbonus dazu.

Haben Sie Lust auf Energiewende zuhause? Machen sie einen Termin und lassen sich von uns beraten!

Übrigens: Neben unserer Energieberatung helfen wir Ihnen auch gerne bei allen Fragen rund um Hausanschlüsse oder E-Mobilität weiter und führen Thermografie-Scans und Legionellenprüfungen durch.

Kommunale Wärmeplanung – die SWP setzen sie um

Eine kommunale Wärmeplanung wird laut GEG für Kommunen und Städte bis zum Jahr 2028 Pflicht. In Baden-Württemberg sind alle größeren Kommunen verpflichtet, bis Ende 2023 die kommunale Wärmeplanung vorzulegen und zu verabschieden, also auch Pforzheim. Ziel der Gesetzeserneuerung ist es, die Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger auf möglichst klimafreundliche und versorgungssichere Beine zu stellen. Ein Ausbau des Fernwärmenetzes ist dabei erklärtes Ziel der Bundesregierung. Wer bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen ist oder sich zukünftig an ein Wärmenetz anschließt, muss sich um möglicherweise aufkommende Umbauarbeiten am Eigenheim oder einen Anteil von mindestens 65 % an erneuerbaren Energien in der eigenen Wärmeerzeugung keine Sorgen mehr machen.

Bequemer geht’s nicht – Fernwärme in greifbarer Nähe

Sie wollen nicht die Zutaten, den Backofen und die Küchengeräte einzeln kaufen, sondern einfach nur Kuchen essen? Wir liefern die Wärme, den regional und frisch gebackenen Kuchen, auch fix und fertig zu Ihnen nach Hause. Im Heizkraftwerk im Enzauenpark laufen sich emissionsarme Gasmotoren, die bereits heute zu einem gewissen Anteil H2-ready sind, und der klimafreundliche Biomasseblock für Sie warm.

Die größte Heizung der Stadt spart jede Menge einzelne, privat betriebene Heizkessel – und ist allein deshalb bereits ein Freund des ressourcenschonenden und klimafreundlichen Heizens.

Über unser Fernwärmenetz können Sie sich entspannt an die klimafreundliche Wärme anschließen lassen und bekommen diese direkt und bequem direkt in Ihre Heizkörper.

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung arbeiten wir daran, das Fernwärmenetz immer weiter auszubauen, zu verdichten und weitere Wärmenetze in Pforzheim zu etablieren, sodass möglichst viele Menschen an unsere Heizung angeschlossen werden können. Ob wir bald auch bei Ihnen ausbauen, das können Sie in unserer Online-Auskunft herausfinden.

Ein Primärenergiefaktor für Klimavorreiter

Indem wir emissionsarme Wärme bereitstellen und die eingesetzte Primärenergie bestmöglich nutzen, hat unsere Fernwärme einen Primärenergiefaktor von 0,25 – und ist damit geeignet für Energiesparhäuser des KfW-Standards 55 EE.

Primärenergiefaktor? Hinter diesem sperrigen Begriff versteckt sich ein Maß der Effizienz. So drückt der Primärenergiefaktor das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu nutzbar gemachter Wärmeenergie aus. Also wie viel Brennstoff benötige ich, um eine gewisse Menge Wärmeenergie zu erhalten? Unsere Fernwärme hat durch die große Effizienz in den Erzeugungsanlagen und den hohen Anteil an erneuerbaren Energien einen besonders niedrigen Primärenergiefaktor und ist somit für klimafreundliches Heizen bestens geeignet.

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Damit wer will auch kann

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